"Erfolgsgeschichten" nennen wir die Rubrik der Homepage, auf der jedes Jahr einige Absolventen eines Abschlussjahrgangs Ihre persönliche Schul-Geschichte aufschreiben.

Die Geschichten sollen Mut machen und dokumentieren, wie unterschiedlich die Wege auf unsere Schule sind. Vorher - aber auch währenddessen und danach.

Wir gratulieren zum bestandenen Abschluss!

Alle Erfolgsgeschichten

 

 Erfolgsgeschichten Winter 2018

 

NormanNorman

Abiturient des regulären Abendsystems

 

Was lässt sich über das Abendgymnasium berichten? Mir als Nachtmensch fällt es einfach abends leichter meine Hirnzellen zu fordern, daher kam es mir sehr entgegen, dass der Unterricht erst um 17:30 Uhr anfing und nicht wie zu Regelschulzeiten im Morgengrauen, wenn noch alle schlecht gelaunt waren. Wenn ihr in der Schule Probleme mit dem "frühen" Unterricht hattet – hier ist eure Chance! Diesen Aspekt sollte man nicht unterschätzen. Ich fand es großartig, die Möglichkeit zu haben, abends noch einmal etwas für mich zu tun, anstatt zu Hause rumzusitzen.

Überrascht war ich, dass ich immer wieder mit Themen konfrontiert wurde, die ich sehr interessant fand, obwohl sie beim ersten Kontakt weniger interessant klangen. Diese Themen fand ich auch immer mal wieder im Alltag und sie hatten daher einen wirklichen Wert. Wenn man offen für neue Themen ist, lernt man sehr viel schneller und verbaut sich nicht von Anfang an den Spaß an der Sache.

Mir hat es oft geholfen, auf der Meta-Ebene zu hinterfragen, wie der Lehrer bewertet oder wie dieser den Unterricht aufbaut.

Wenn ihr bisher noch keine zweite Fremdsprache (Französisch, Latein) hattet, ist das auch kein Grund, sich nicht anzumelden. Der Vorkurs vermittelt genügend Wissen, um durchzukommen.

Dann das Thema Mathe - DAS Thema :) Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es kaum jemanden gab, der vollkommen an Mathematik verzweifelt ist. Auch wenn eine überwiegende Ablehnung herrschte! :) Wenn ihr also, so wie ich, lange keinen Matheunterricht mehr hattet und/oder Angst davor habt dem Stoff nicht gerecht zu werden, dann empfiehlt sich der Vorkurs.
Mir hat der Einstieg in die Mathematik wirklich Spaß gemacht. Wenn man erst einmal dran ist und die ersten Erfolgserlebnisse erfahren hat, verliert das Fach seinen Schrecken. Nur sollte man am Ball bleiben, denn in Mathe den Anschluss zu verlieren, ist ungünstig.

Was mich zu dem wichtigsten Thema bringt, welches ich mir auf die Fahnen geschrieben habe: Ich hatte mir vor meiner Anmeldung vorgenommen, zu jeder Schulstunde zu gehen, egal welche Umstände zu Hause oder in meinem Umfeld herrschen. So sehr der Unterricht abends von Vorteil ist, so sehr kann natürlich das Privatleben darunter leiden. Aber wenn ihr einmal den Anschluss verloren habt, in einem oder mehreren Fächern, wird es schwierig wieder reinzukommen. Man kann diesen Aspekt gar nicht dick genug unterstreichen. Auch wenn man absolut keine Lust hat abends in der Schule zu sitzen und zu Hause die Hölle los ist oder die Kumpels am Freitag irgendwo schon feiern – geht trotzdem hin! Im Unterricht zu sein, einen geleiteten Unterricht zu verfolgen, Fragen stellen zu können, ist nochmal etwas anderes, als ein Buch aufzuschlagen und einen Artikel zu lesen.

Ich habe es durchgezogen, wie viele andere auch. Lasst euch also nicht von eurem Ziel abbringen, wenn ihr schon so weit seid und euch die Berichte durchlest! Die Zeit vergeht wirklich schneller als man glaubt – und am Ende steht das Abitur, euer Schlüssel für weitere Qualifikationen.
In der Retrospektive überwiegt der Spaß, den wir im Unterricht hatten, bei weitem. Vor allem, wenn man sich erst einmal auf seine LK spezialisiert hat. Ich bin gerne abends in den "Bunker" gefahren und würde den Schritt immer wieder machen. :D