"Ich werde hier nicht weggehen, solange dieses Loch weitergebaggert wird", sagt Clumsy, einer der Besetzer im Hambacher Forst. Seit vier Jahren lebt er im heißest umkämpften Wald Deutschlands in einem Baumhaus, im rheinischen Revier. Große Teile des Waldes sind bereits gerodet. 30 Aktivisten haben hier Zelte und Bauwagen aufgebaut, mit Blockaden und Sabotageakten versuchen sie den Betrieb des Tagebaus zu stören. Denn trotz des internationalen Beschlusses aus fossilen Brennstoffen auszusteigen, wird hier weiter Kohle für Strom aus der Erde geholt. Das rheinische Braunkohlerevier mittlerweile zur größten CO2-Quelle Europas geworden und steht damit als Klimakiller am Pranger.

RWE, der Energiekonzern besitzt alle rechtlichen Grundlagen bis 2045 Braunkohle abzubauen. Dafür trägt er zur Energieversorgung des Landes bei und sichert Arbeitsplätze.

Im Widerstand werden neue Bündnisse geschlossen, zum Beispiel auch in Buir, wo Antje Grothus in der Bürgerinitiative aktiv nach Lösungen sucht.

Karin de Miguel begleitete ein Jahr lang Waldbesetzer, Bürgerinitiativen und engagierte Kirchenmitglieder im rheinischen Revier - ein Sittengemälde des regionalen Kampfes gegen die Klimaerwärmung.

Am 24.01.2016 wird sie zusammen mit "Clumsy" und Antje Grothus in der Aula des Hansa-Gymnasiums/Abendgymnasiums in Köln zu Gast sein und im Rahmen eines Informations- und Diskussionsabends ihren Dokumentarfilm "Klimaschützer gegen Stromriesen" vorstellen.

Mehr Informationen gibt es in diesem Spiegel-Artikel.