Felix W., Sommersemester 2020

Meine persönliche Erfolgsgeschichte am Abendgymnasium Köln, begann 2017 mit dem Einstieg in die E2.
Nach meinem Fachabitur im Jahr 2012 begann ich zunächst eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger und arbeitete nach Beendigung seit 2015 dann auf einer Intensivstation in Köln. Nach zwei Jahren Berufserfahrung begann ich darüber nachzudenken, ob ich nicht noch mein Abitur nachholen solle, damit ich danach vielleicht noch Medizin studieren kann oder mir zumindest die Möglichkeit schaffe, alles erlernen zu können, was mich interessieren würde.
Nach einer relativ kurzen Überlegungszeit dachte ich mir: „Okay, auf geht‘s!“ Und meldete mich spontan am Abendgymnasium Köln an.

Die ersten Wochen musste ich mich erst einmal akklimatisieren. Dabei war es von Vorteil, dass ich nicht direkt in die H3 eingestiegen bin, sondern noch das halbe Jahr in der E2 mitgenommen habe. Die Lehrer, die den Umgang mit Leuten gewohnt sind, die jahrelang nicht mehr zur Schule gegangen sind, halfen einem dabei sehr. Es herrschte durchweg ein nettes und zielorientiertes Miteinander. Man brauchte sich nicht schämen einmal Fragen zu stellen, die in der Tagesschule dann doch irgendwann klar sein sollten und somit konnte man auch schnell wieder hineinfinden und einen guten Wissensstand erreichen.
Später in der H-Phase wurde man seitens der Stufenleitung sehr gut begleitet. Sie halfen einem bei Problemen und unterstützten einen nicht nur in schulinternen Fragen, sondern organisierten auch Studienberatungen für die Schüler.
Für mich persönlich war es eine harte, aber lehrreiche Zeit. Fünfmal in der Woche, abends nach dem Frühdienst oder vor dem Nachtdienst, noch in die Schule zu gehen, während andere Leute nach der Arbeit frei haben, erfordert Disziplin. Es macht einen jedoch stolz, wenn man es am Ende durchhält und sein Ziel erreicht. Mich persönlich hat es neben meiner anstrengenden Arbeit, noch belastbarer gemacht.

Es war jedoch nicht nur eine harte, sondern auch eine sehr schöne Zeit. Ich habe in meiner Zeit am Abendgymnasium tolle Menschen kennengelernt und Dinge gelernt, mit denen ich mich ansonsten wahrscheinlich nicht auseinander gesetzt hätte. Höhepunkt war für mich eine gemeinsame Fahrt nach Weimar, mit unserem Deutsch Leistungskurs. Es herrschte eine schöne Gruppendynamik und man kann wirklich sagen, dass es auf dieser Reise Spaß gemacht hat zu lernen. Von einer Stadtführung mit einem in Versen sprechenden und mittelalterlich angezogenen Stadtführer, die Besichtigung der wunderschönen Anna Amalia Bibliothek, über das Erkunden der Wohnhäuser Goethes und Schillers, bis hin zur erschütternden Führung durch das KZ Buchenwald, dass wir passend zur Stimmung an einem regnerischen, wolkigen Tag besuchten.
Freudige Momente auf dieser Fahrt gab es an den gemeinsamen Abenden, an denen es auch mal ein Glas Wein gab, jedoch auch.

Alles in allem hat mich das Abendgymnasium Köln sehr geprägt und mit Stolz auf die eigene Disziplin erfüllt.
Man sollte sich bewusst sein, dass es berufsbegleitend nicht immer einfach sein wird, allerdings findet man immer eine Lösung es zu schaffen, wenn man den nötigen Willen hat. Ich kann die Schule nur wärmstens empfehlen.

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